Körperpost · Wochenausgabe
Kurz zum Einstieg: Body Basic 20 ist die wöchentlich wechselnde 20-Minuten-Session — jede Woche mit einem neuen Fokus, immer so aufgebaut, dass du sie beliebig oft wiederholen darfst. Diese Woche stand die Lymphe im Fokus — und die Rückmeldungen zeigen: für viele war es eine spürbar wertvolle Sequenz. Sonntag bis Mitternacht ist sie noch buchbar — für alle, die sie noch üben oder wiederholen möchten. Hier gehts zur Lymphe.
Am Montag kommt eine neue Body Basic 20 — die die körpereigene Reinigung unterstützt und die Organe entlastet. Die Wirkung vertieft sich mit jeder Wiederholung. Buchbar unter Bewusste Bewegung, ab 27. Juli.
Und jetzt zum eigentlichen Thema heute — was passiert eigentlich im Sommer, wenn wir eine Pause einlegen.
Kennt ihr Sisyphos?
Er ist die Figur aus der griechischen Mythologie, die zur Strafe einen schweren Stein einen Berg hochrollen muss — nur damit er kurz vor dem Gipfel wieder hinunterrollt. Und dann fängt Sisyphos wieder von vorne an. Immer wieder.
Ich erzähle euch das heute, weil viele Menschen genau so mit ihrem Körper umgehen.
Wir trainieren eine Weile. Bauen Kraft auf. Fühlen uns stärker, klarer, aufrechter. Dann kommt der Sommer, der Urlaub, ein anderer Rhythmus — und wir legen eine Pause ein. „Ich mach im Herbst weiter."
Und dann fängt der Stein an, wieder herunterzurollen.
Bewusste Bewegung ist nicht saisonal.
Sie ist Körperpflege — vergleichbar mit dem Zähneputzen. Wir würden auch nicht im Sommer damit aufhören, weil es warm ist.
Was die Forschung dazu sagt:
Nach etwa 7 bis 10 Tagen Pause spüren wir subjektiv, dass wir aus dem Rhythmus sind. Messbar beginnt der Kraftverlust nach etwa drei bis vier Wochen. Nach zwei Monaten ohne Reiz sind bereits 10 bis 15 Prozent der aufgebauten Kraft verloren. Nach drei Monaten fast alles.
Der Körper hat zwar ein „Muskelgedächtnis" — wir bauen verlorene Kraft schneller wieder auf als beim ersten Mal. Aber trotzdem: Wir stehen dann wieder am Fuß des Berges. Und Sisyphos grüßt.
Die gute Nachricht:
Es braucht nicht viel, um dranzubleiben. Studien zeigen: Zwei Einheiten pro Woche reichen aus, um die Kraft zu erhalten. Für alle Facetten des Körpers — Beweglichkeit, Aufrichtung, Balance, Faszien, Wahrnehmung — dürfen es ruhig mehr sein.
Und dabei geschieht noch etwas Wunderbares: Zwischen den Einheiten baut unser Körper zusätzlich Kraft auf — als „Puffer" für das nächste Mal. Man nennt das Superkompensation. Wir werden also nicht nur nicht schwächer — wir werden stärker. Solange wir dranbleiben.
Denk an den Stein.
Wir müssen ihn nicht ewig einen Berg hochrollen. Wir müssen ihn nur nicht loslassen.
Herzlich,
Barbara 🩵
Wenn du stärker wirst, wird der Rest leichter.